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Die GGL vor der Frist Ende 2026 bei höheren Einzahlungslimits

Geschrieben von Anna Neumann · 28.10.2026

Die GGL vor der Frist Ende 2026 bei höheren Einzahlungslimits

Aktuelle Entwicklungen bei der GGL Regulierung zu Einzahlungslimits in Deutschland

Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder steht vor einer entscheidenden Frist am Ende des Jahres 2026, denn die temporären Genehmigungen für erhöhte Einzahlungslimits laufen aus, während die Diskussionen um ein geeignetes Verifizierungstool weitergehen.

Hintergründe zu den temporären Genehmigungen

Seit der Einführung des Glücksspielstaatsvertrags 2021 gilt ein länderübergreifendes Einzahlungslimit von 1000 Euro pro Monat, doch die GGL erteilte in der Übergangsphase Ausnahmen, die monatliche Beträge von bis zu 10000 Euro oder sogar 30000 Euro bei bestimmten Anbietern erlaubten, und diese Regelungen enden nun am 31. Dezember 2026 ohne eine klare Nachfolgeregelung.

Die Behörde muss bis dahin eine einheitliche Methode zur Überprüfung der finanziellen Verhältnisse der Spieler festlegen, weil die bisher genutzte SCHUFA-G-Bewertung in mehreren Gerichtsverfahren auf Kritik gestoßen ist.

Das Urteil des VG Halle im August 2026

Im August 2026 entschied das Verwaltungsgericht Halle, dass das SCHUFA-G-Tool nicht ausreichend geeignet sei, um die Bonität und die tatsächlichen Einkommensverhältnisse der Nutzer zuverlässig zu prüfen, und diese Entscheidung hat die Verwaltungsbehörde der GGL vor die Frage gestellt, wie eine alternative Verifikation wie der Upload von Einkommensnachweisen umgesetzt werden soll.

Mehrere Verwaltungsgerichte haben in ähnlichen Fällen ähnliche Zweifel geäußert, sodass der Verwaltungsrat der GGL bislang keine Einigung über ein neues Verfahren erzielen konnte.

Die Sitzung des Verwaltungsrats am 18. November 2026

Diskussionen im Verwaltungsrat der GGL zu Verifizierungsmethoden

Am 18. November 2026 findet die entscheidende Sitzung des Verwaltungsrats statt, bei der die Mitglieder über ein Nachfolgeverfahren für die auslaufenden Ausnahmegenehmigungen abstimmen müssen, und ohne eine Einigung droht ab Januar 2027 die Rückkehr zum strikten 1000-Euro-Limit für alle Spieler bei lizenzierten Anbietern.

Beobachter weisen darauf hin, dass eine solche Entwicklung die Attraktivität der regulierten Angebote mindern und möglicherweise zu einer Verlagerung der Aktivitäten in den Schwarzmarkt führen könnte, während Tischspiele und andere lizenzierte Formate betroffen wären.

Mögliche Auswirkungen auf den Markt

Experten haben in früheren Analysen festgestellt, dass strenge Limits Spieler dazu bewegen können, auf nicht lizenzierte Plattformen auszuweichen, und Daten aus der Übergangsphase zeigen, dass die höheren Limits bei einer bestimmten Nutzergruppe genutzt wurden, um kontinuierlich am legalen Markt teilzunehmen.

Die GGL muss daher bis Ende 2026 eine Lösung präsentieren, die sowohl den gesetzlichen Anforderungen als auch den praktischen Bedürfnissen der Anbieter und Spieler gerecht wird, denn ansonsten stehen die lizenzierten Angebote vor einer Phase mit reduzierten Umsätzen.

Schlussfolgerung

Die Frist Ende 2026 stellt die GGL vor eine komplexe Aufgabe, bei der Gerichtsurteile, technische Verifizierungsmethoden und marktpolitische Überlegungen zusammenkommen, und die Sitzung im November 2026 wird zeigen, ob eine einvernehmliche Lösung gefunden werden kann, bevor die temporären Genehmigungen auslaufen.